26. Geländespiel der Jugendfeuerwehren

31.01.2015

350 Nachwuchsfeuerwehrleute aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Bayern haben am Samstag in Gera im 26. Geländespiel der Thüringer Jugendfeuerwehren Wissen, Können und Geschick getestet - und Spaß gehabt. Die Liebschwitzer Jugendfeuerwehr überzeugte mit 90 von 100 Punkten. Herzlichen Glückwunsch an unsere Jugendfeuerwehr und unseren Jugendwart Ronny Erbstößer!

Gera (am) Vor zwei Jahren war der Feuerwehrnachwuchs aus Altkirchen Sieger im Geländespiel der Thüringer Jugendfeuerwehren in Gera. Bei der diesjährigen 26. Auflage des Wettbewerbs mit 37 Mannschaften teilten sich die Altkirchener in der Altersklasse 14 bis 18 Jahre Platz 1 mit drei anderen Mannschaften. "Wir hatten am Wochenende zuvor noch einmal trainiert", freute sich der Jugendwart Daniel Hertig über den Erfolg. Etwa 30 Mitglieder hat die Jugendwehr in Altkirchen im Altenburger Land. "Für ein Dorf ist das recht viel", meinte Hertig. Früh um sechs Uhr war der Feuerwehrnachwuchs aus Ohrdruf-Luisenthal gestartet, um pünktlich zum Wettkampf zu sein, zu dem der Stadtfeuerwehrverband Gera eingeladen hatte. Mit ihrer Jugendfeuerwehr waren die Südthüringer wie einige andere Feuerwehren auch zu allen 26 Geländespielen in Gera vertreten - diesmal mit zwei Mannschaften. Weiter ist der Anfahrtsweg noch für die Mannschaft aus Nürnberg gewesen. "Wir sind auch fast seit Anbeginn dabei", berichtete Thomas Karl. "Für uns ist das eine gelebte Städtepartnerschaft", sagte der ehemalige Kommandant der freiwilligen Wehr von Nürnberg/Worzeldorf, der den Nachwuchs mit Kamera und Notizblock für die Berichterstattung in Nordbayern begleitet hatte. Und er lobte Thüringen, das viel Wert auf das freiwillige Feuerwehrwesen lege. Als Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos) zum Start am Gerätehaus der FF Gera-Aga die 37 Mannschaften willkommen hieß, begrüßte sie besonders auch die Mannschaft aus der Partnerstadt. Die Worzeldorfer pflegen seit fast 25 Jahren eine enge Verbindung zur FF Gera-Mitte.

Bilder

Bei Schneetreiben und später auch eisigem Wind waren die zehn Stationen auf der fast elf Kilometer langen Geländespiel-Strecke im Geraer Norden eine besondere Herausforderung. Die Polizisten Thomas Müller und Michael Pietzschke hatten ein Verkehrsquiz ausgetüftelt, beim dem die "Ergebnisse sehr unterschiedlich waren". Das Technische Hilfswerk hatte eine Hindernisbahn vorbereitet, auf der nicht nur Kenneth und Luca von der FF Gera-Mitte zu tun hatten, mit zusammengebundenen Beinen und jonglierenden Bällen ohne Punktverlust ins Ziel zu gelangen. "Wohl nicht genug geübt?", fragte Sören Lämmer, als an der Station der FF Liebschwitz Stiche und Bunde zu legen waren. Auch Topografie und Erste Hilfe waren für manche Kinder eine Herausforderung. "Es ist bedauerlich, dass Erste Hilfe in der Schule nicht mehr unterrichtet wird", stellte Uta Dormann fest. Die Geraer Lehrerin hatte die Schülerlotsen der Otto-Dix-Schule mit durch den Wettkampf begleitet. Gerätepuzzle, Bockleiter bauen und erstmals auch ein Memory und eine Station Naturkunde hatten die Kinder zu absolvieren. "Es war anstrengend, aber es hat Spaß gemacht", sagte der neunjährige Nico von der FF Ronneburg danach im Gerätehaus der FF Aga. Dort verköstigte der Feuerwehrverein Kleinaga dank Sponsorenhilfe die Kinder mit Mittagessen. Nachdem die letzten Mannschaften eingelaufen waren, ehrten der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes Steffen Höntsch und Geras Bürgermeister Kurt Dannenberg (parteilos) die Sieger und überreichten Pokale und Urkunden an alle Mannschaften.

Quelle: OTZ, Angelika Munteanu

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